In Athen traf sich Geisel unter anderem mit Vertretern der Flüchtlingshilfsorganisation der Vereinten Nationen (UNHCR).
Foto: Davids

Berlin - Der Druck war zu groß geworden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) wollen rund 1500 weitere Migranten von den griechischen Inseln in Deutschland aufnehmen. Dabei soll es sich um rund 400 Familien mit Kindern handeln, die in Griechenland in einem regulären Asylverfahren als schutzbedürftig anerkannt wurden. Ein Teil von ihnen lebte zuletzt in dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos, das vergangene Woche abgebrannt war. Noch am Freitag hatte Seehofer mitgeteilt, Deutschland werde von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen, die in andere europäische Länder gebracht werden sollen, 100 bis 150 Jugendliche aufnehmen.

Als erste signalisierte am Dienstag die CDU-Bundestagsfraktion Zustimmung für die Aufnahme von 1500 Menschen. Vize-Fraktionschef Thorsten Frei sprach von einem „vertretbaren Vorschlag“. Koalitionspartner SPD hält die Zahl dagegen für zu niedrig. Co-Parteichefin Saskia Esken forderte „einen hohen vierstelligen Betrag“.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.