Berlin - Am fünften Prozesstag brauchten alle Beteiligten im Zimmer 537 des Berliner Landgerichts Geduld. Verhandelt wird noch immer über die Messerangriffe im Monbijoupark, angeklagt ist der 41-jährige Ü. wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Er soll am Halloweenabend 2020 den 13-jährigen Momo getötet und ein zweites Opfer schwer verletzt haben. Der Beschuldigte gab beide Taten bereits zu, plädierte in seiner Einlassung am ersten Prozesstag aber auf Notwehr.

An diesem Montag erschien zunächst die erste geladene Zeugin Fatima Z. nicht, auch konnte ihr die Terminladung bisher nicht erfolgreich zugestellt werden. Das Gericht probiert es deshalb erneut für den kommenden Prozesstag am Donnerstag. Anschließend versagte auch noch die Technik. Die Vorsitzende Richterin Alex konnte erst nach einstündiger Wartezeit Videoaufnahmen der Tatnacht und der ersten polizeilichen Vernehmung des Angeklagten zeigen. Gut zu erkennen war, wie der Beschuldigte auf den S-Bahn-Videos der Tatnacht raschen Schrittes am Hackeschen Markt vor den Jugendlichen floh, die ihm nachliefen.

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