Die Kinder mussten es mit ansehen: Wie ihre Mutter in Wedding erstochen wurde. Sie hatte es bei ihrem brutalen Freund nicht mehr ausgehalten und wollte sich von ihm trennen. Nachbarn befürchteten schon lange, was jetzt eingetreten ist: Der 39-jährige Ahmed T. tötete seine Lebensgefährtin Patrycja F. (32) am Donnerstagabend in einer Wohnung an der Fehmarner Straße, davon ist der Richter überzeugt. Er schickte den mutmaßlichen Messerstecher in Untersuchungshaft.

Laut Ermittlungen stach Ahmed T. immer wieder auf die Frau ein. Die gemeinsamen Kinder (11, 8, 4 und 2 Jahre alt) waren dabei, mussten alles mit ansehen.

Gegen 20.30 Uhr riefen Nachbarn die Polizei. „Mama ist tot!“, hörten sie die Kinder schreien. Polizisten fanden die blutüberströmte Frau. Sie war von Stichwunden übersät. Ein Notarzt versuchte, die leblose Frau wiederzubeleben – vergeblich.

Die Nachbarn beschreiben ihn als "verrückt"

Nachbarn berichten, dass die Polizei immer wieder in der Wohnung war. Wegen seiner Brutalität soll Ahmed T. seit einem Jahr Kontaktverbot gehabt haben. Trotzdem war er ständig da. „Sie hat ihn auch immer wieder reingelassen“, berichtet eine Nachbarin. „Wenn die Polizei ihn mal wieder mitnahm, weil er sie verprügelt hatte, verteidigte sie ihn immer.“
Nachbarn erzählen unterschiedliche Storys.

Demnach ist die aus Polen stammende Patrycja F. zum Islam konvertiert und ging nur mit Kopftuch aus dem Haus. Er sei nicht religiös gewesen und habe jede Menge Alkohol getrunken. Die Hausbewohner beschreiben Ahmed T. als „verrückt“. Deshalb sei er auch aus seinem Rockerclub rausgeworfen worden. Bei welchem Club das gewesen sein soll, weiß allerdings keiner. Einer aus dem Haus sagt: „Ahmed war aggressiv, kiffte auf dem Balkon und pöbelte von da aus die Leute an, wenn sie ihn auch nur falsch anguckten.“

Das Jugendamt nahm die schwer geschockten Kinder in Obhut.