Zwei Männergruppen sind in der Nacht zum Montag in Mitte aufeinander losgegangen. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei stürmten gegen 23.20 Uhr am Alexanderplatz vier arabisch sprechende  Unbekannte auf eine andere Männergruppe zu und griff diese an.

Die Angreifer setzten Messer und Pfefferspray ein. Ein 19-jähriger Syrer und  ein 25-jähriger Iraker erlitten Stiche am Oberkörper und an der Hüfte. Die Angreifergruppe flüchtete, noch bevor die alarmierten Polizisten eintrafen.

Nachdem die Polizisten die beiden Verletzten versorgt hatten, wurden diese in Krankenhäuser gebracht. Was der Auslöser der Auseinandersetzung war, kann die Polizei noch nicht sagen. Die Kripo der zuständigen Polizeidirektion 3 will die Opfer an diesem Montag befragen.

Bosnier schwer verletzt

Eine weitere Messerstecherei gab es in einer Flüchtlingsunterkunft in der Oranienburger Straße in Berlin-Reinickendorf. Nach Angaben der Polizei geriet dort gegen 21.30 Uhr ein 17-Jähriger aus Bosnien-Herzegowina mit zwei anderen Bewohnern in Streit. Daraus entwickelte sich eine Prügelei. 

Der 17 Jahre alte Bruder eines der Streitenden trat plötzlich hinzu und ging mit einem Messer auf den gleichaltrigen Bosnier zu. Als der Bedrohte versuchte auszuweichen, fügte der aus dem Irak stammende  Angreifer dem Anderen einen Messerstich am Bauch zu.

Der Verletzte musste in einem Krankenhaus operiert werden. Lebensgefahr besteht nach Angaben der Ärzte nicht.

Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Auch hier ist der Grund des Streits nach Angaben einer Polizeisprecherin noch unklar.