Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.
Foto: Imago Images/Jürgen Heinrich

BerlinDas waren klare Worte, und ihre Folgen sind noch gar nicht absehbar. Kevin Kühnerts Ankündigung, für den Bundestag kandidieren zu wollen, sorgt in der Berliner SPD weiter für Unruhe. Mit seiner Entscheidung, nächstes Jahr über den Kreis Tempelhof-Schöneberg ins Parlament einziehen zu wollen, bringt der Juso-Vorsitzende vor allem Michael Müller in Zugzwang. Dem Regierenden Bürgermeister werden ebenfalls Ambitionen auf den Bundestag nachgesagt. Nachdem der Weg über seinen Heimatwahlkreis durch Kühnert versperrt zu sein scheint, wird über einen Wechsel nach Charlottenburg-Wilmersdorf spekuliert. Doch auch dort könnte Müller auf namhafte Konkurrenz treffen. Nach Informationen der Berliner Zeitung rechnet sich dort auch Staatssekretärin Sawsan Chebli Chancen aus. Jetzt droht einem der beiden Senatsmitglieder eine schmerzhafte Niederlage – inklusive Gesichtsverlust.

Im Moment gleicht das Rennen um die Kandidatur in Charlottenburg-Wilmersdorf einem Wettlauf der Schweiger. Michael Müller hat noch nicht öffentlich erklärt, zu welchen der im September 2021 gleichzeitig stattfindenden Wahlen – Deutscher Bundestag oder Berliner Abgeordnetenhaus – er antreten will. Es gilt jedoch als ausgeschlossen, dass er nach seiner Abwahl als Vorsitzender der Berliner SPD beim Parteitag in zweieinhalb Monaten noch einmal ins Berliner Parlament einziehen könnte. Ersten Zugriff auf die Berliner Spitzenkandidatur hat das designierte neue Führungsduo, Franziska Giffey und Raed Saleh. Bliebe für Müller nur der Bundestag.

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