Neukölln, Aronsstraße. Das von der „Weißen Siedlung“ aus den 70er Jahren beherrschte Gebiet Köllnische Heide hat im vergangenen Jahr mit 41,8 Prozent die höchsten Kaltmietensteigerungen Berlins erfahren. Gleichzeitig zählt das Viertel mit 2466 Euro Kaufkraft pro Haushalt und Monat zu den am schlechtesten gestellten Kiezen. Als Marion Pischke vor neun Jahren hierher gezogen ist, lag die Miete für ihre 60-Quadratmeter-Wohnung im 4. Stock bei 360 Euro. Heute zahlt die 63-Jährige 660 Euro.

„2017 gab es drei Mieterhöhungen – einmal um sechs, einmal um 50 und dann noch einmal um zehn Euro“, erzählt die Rentnerin. Der Anstieg ist drastisch, aber er entspricht der Entwicklung in der ganzen Stadt. Inzwischen müssen Mieter, die eine neue Wohnung beziehen wollen, mit Mieten von bis zu zehn Euro kalt pro Quadratmeter rechnen. Das zeigt eine Studie der Bank Berlin Hyp und der Maklerfirma CBRE. Denn die mittlere Angebotsmiete werde die Zehn-Euro-Schwelle in diesem Jahr überschreiten, heißt es in ihrem Immobilienmarktbericht, der am Donnerstag vorgelegt wurde.

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