Mietshäuser in Berlin (Symbolbild)
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BerlinDer Mietendeckel soll zwar erst noch in Kraft treten, doch schon jetzt können Berliner Mieter im Internet überprüfen, ob sie zuviel Miete bezahlen. Das Onlineportal wenigermiete.de bietet dazu auf seiner Internetseite einen Rechner an. Mieter können dort mit ein paar Klicks herausfinden, welche Miete korrekt ist.

„Uns haben in den letzten Wochen und Monaten unzählige Anfragen von verunsicherten Berliner Mietern erreicht, die wissen wollten, wie sie den Mietendeckel nutzen können“, sagt Daniel Halmer, Rechtsanwalt und Gründer von wenigermiete.de. „Nachdem in letzter Minute bekannt wurde, dass nicht wie ursprünglich geplant, die Behörden den Mietendeckel durchsetzen wollen, sondern dieser von Mietern selbst rechtlich geltend werden muss, haben wir uns entschieden, den Berlinern ein Angebot zu machen, um sie auch beim Mietendeckel zu unterstützen“, sagt Halmer. Zuvor ist wenigermiete.de dafür bekannt geworden, dass das Unternehmen Ansprüche von Mietern bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse durchsetzt. Auf der Website des Portals können die Mieter nicht nur berechnen, wie viel Miete sie zu viel zahlen. Sie können wenigermiete.de zudem mit der Durchsetzung ihrer Rechte beauftragen. Wer dies lieber selbst in die Hand nehmen möchte, kann ein formelles Auskunfts- und Anspruchsschreiben kostenlos erhalten und dieses selbst an den Vermieter versenden.

Mit der Veröffentlichung des Mietendeckel-Gesetzes, die noch im Februar erwartet wird, werden die Mieten auf den Stand vom 18. Juni 2019 eingefroren. Außerdem werden Mietobergrenzen eingeführt. Liegt eine Miete mehr als 20 Prozent über der Obergrenze, gilt sie als überhöht. Eine Mietsenkung kann aber erst neun Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes durchgesetzt werden. Neben wenigermiete.de bietet auch andere Mieterorganisationen, etwa Mieterverein oder Mietergemeinschaft, Informationen und Beratungen zum Mietendeckel an.