Berlin - Der Protest gegen die Deutsche Wohnen drückt sich nicht mehr nur in Kritik am rigiden Mieterhöhungskurs und dem Wunsch nach einer Enteignung in Berlin aus – mittlerweile äußert er sich auch in Form von Gewalt gegen Sachen. In der Nacht zum Mittwoch brannten zwei Wagen des Unternehmens in Steglitz, keine 24 Stunden, nachdem der größte private Vermieter in der Hauptstadt seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 mit steigenden Aktienkursen präsentiert hatte.

Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen – ein Hinweis darauf, dass die Sicherheitsbehörden einen politischen Hintergrund vermuten. Ansonsten äußerten sich Polizei und Senatsinnenverwaltung aber nicht weiter zu dem Vorfall, insbesondere auf die Frage, welche Erkenntnisse zur Gefährdung von Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft vorliegen. Der Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres, Martin Pallgen, stellte aber klar: „Wir lehnen Gewalt, egal ob gegen Sachen oder Menschen, ab. Gewalt darf kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein.“

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