Berlin - Große Transparente hängen an der Fassade des Hauses Anzengruberstraße 24 in Neukölln. „Hilfe! Vorkauf jetzt“ und „Verkauft nicht unseren Kiez“ steht darauf. Grund für den Protest: Der bisherige Eigentümer, das Evangelische Johannesstift, hat das Wohnhaus kurz vor dem Jahreswechsel an einen namentlich noch unbekannten Eigentümer verkauft. Zum Schutz der Mieter wurde zwar eine sogenannte Sozialcharta vereinbart, doch aus Sicht der Bewohner ist diese „das Papier kaum wert, auf dem sie steht“, wie es in einer Mitteilung heißt.

„Die Sozialcharta ist für uns praktisch wertlos. Schlimmer noch: Sie ist ein Täuschungsversuch, der den sozialen Prinzipien des bisherigen Eigentümers eklatant entgegensteht“, sagt Mieterin Lieke Rahn, die seit elf Jahren in dem Haus wohnt. „Viele von uns fürchten die Verdrängung, wenn die Mieten steigen oder die Wohnungen in Eigentum umgewandelt werden“, sagt sie.

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