Berlin - Wieder einmal bangen Berliner Mieter um ihre Zukunft, weil ihr Wohnhaus den Besitzer wechseln soll. Dieses Mal geht es um das Haus in der Reichenberger Straße 108 in Kreuzberg – einen Bau aus den 1980er-Jahren, in dem Mieter aus 14 Nationen leben. „Wir befürchten, dass wir nach einem Verkauf an einen privaten Erwerber durch steigende Mieten aus unserem Haus verdrängt werden“, sagt Mieter Hubert Truckenbrodt. „Wir appellieren an die Verantwortlichen, die Ausübung des bezirklichen Vorkaufsrechts zu unterstützen, indem die finanziellen Mittel dafür bereitgestellt werden.“

Die Zeit dafür wird mittlerweile knapp. Am Mittwoch läuft die Frist aus, bis zu der der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg das Vorkaufsrecht zu Gunsten eines Dritten ausüben kann. Der Dritte, das wäre in diesem Fall die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag. Das Problem: Im vorliegenden Fall liegt der Zuschuss, den die Gewobag aus Landesmitteln benötigt, über den normalerweise gezahlten zehn Prozent des Kaufpreises. Die Senatsverwaltung für Finanzen soll eine solche Zahlung aber bisher angeblich abgelehnt haben.

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