Berlin - Die Berliner Wohnungsbaugesellschaft Degewo hat ihren Pressesprecher Lutz Ackermann suspendiert. Wie das Unternehmen am Samstag mitteilte, sei das mit sofortiger Wirkung passiert. "Ackermann hatte am Vortag fälschlicherweise in einer E-Mail erklärt, der Senat wolle vor der Wahl zum Berliner Abgeordentenhaus kritische Berichterstattung über die Mieterratswahlen bei den kommunalen Wohnungsbaugesellschaften verhindern", heißt es in der Pressemitteilung.

DieBerliner Zeitung hatte in der Wochenendausgabe über die brisante Mail berichtet. Degewo-Sprecher Ackermann hatte sie am Freitag seinen Kollegen der anderen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften gesandt – und versehentlich auch an die Berliner Zeitung. Sie hatte in den vergangenen Wochen immer wieder kritisch über die Mieterratswahlen bei den Berliner Wohnungsbaugesellschaften informiert. Der Grund: Mehr als 100 Bewerber waren als Kandidaten für die Wahlen nicht zugelassen worden, darunter bei Degewo und Gesobau auch solche Mieter, die zuvor durch Kritik an den Unternehmen aufgefallen waren.

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