Berlin - Sie verwalten rund 40 Prozent der Berliner Mietwohnungen, darunter viele genossenschaftliche und die landeseigenen Wohnungen. Während die BBU-Unternehmen im Jahr 2009 die Mieten gegenüber dem Vorjahr nur um 1,9 Prozent erhöhten, setzten sie diese im vergangenen Jahr bereits um 2,3 Prozent hinauf.

Das geht aus dem am Dienstag vorgestellten BBU-Marktmonitor 2011 hervor. BBU-Chefin Maren Kern bezeichnete die Steigerung zwar als „moderat“, doch bewegt sich diese bereits über der allgemeinen Inflationsrate von 1,3 Prozent. Im Durchschnitt zahlen die Mieter in Wohnungen der BBU-Mitglieder nun 4,92 Euro je Quadratmeter Wohnfläche ohne Betriebskosten. Beim Abschluss neuer Mietverträge verlangen die BBU-Mitgliedsunternehmen sogar noch deutlich mehr Miete als in bestehenden Mietverhältnissen. Wer im Jahr 2010 eine Wohnung angemietet hat, musste dafür im Schnitt bereits 5,48 Euro je Quadratmeter berappen.

Damit liegen die neu vereinbarten Mieten 27 Cent pro Quadratmeter über dem Mittelwert des Mietspiegels. Rechtlich ist das zulässig, weil die Vermieter beim Abschluss eines Vertrages nicht an den Mietspiegel gebunden sind. Die Neuvertragsmieten der BBU-Mitgliedsunternehmen zogen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls stärker an. Während sie sich 2009 um rund 3,5 Prozent verteuerten, erhöhten sie sich im Jahr 2010 um rund vier Prozent.