Es ist der typische „Ach der!“-Effekt, den Miguel Herz-Kestranek auslöst. Mehr als 160 Film- und Serienrollen hat der Österreicher gespielt, den Liebhaber, den Bösewicht, die Vaterfigur. Bei Rosamunde Pilcher, Utta Danella, Inga Lindström. In „Beate Uhse“ und „Doctor’s Diary“. Größere und kleinere Rollen neben Iris Berben, Christiane Hörbiger, Ulrich Mühe, Götz George. Er hat mit Vanessa Redgrave, Richard Burton, Clint Eastwood und John Malkovich gedreht. Miguel Herz-Kestraneks Gesicht kennt man, den Menschen dahinter nicht. Den Mann, der sagt: „Tagsüber bin ich Schauspieler, abends bin ich intelligent.“

Der 64-Jährige engagiert sich für so viele Ämter und Projekte, es lässt sich kaum aufzählen – aber leicht auf einen Nenner bringen. Alles wurzelt in seiner jüdischen Familiengeschichte. Das Engagement für die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung und für die Gesellschaft für Europapolitik ebenso wie seine beißende Polemik gegen Politik und Proporz in seinem Heimatland. Dort ist Herz-Kestranek einer der führenden Intellektuellen.

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