Das Neuköllner Bündnis für bezahlbare Mieten verbucht die Entscheidung als Teilerfolg. „Wieder einen Schritt weiter gekommen“, kommentiert es den jüngsten Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zum Reuterkiez. Die BVV hat für das Gebiet zwischen Sonnenallee, Kottbusser Damm und Maybachufer eine Milieuschutzverordnung beschlossen. Damit sind hier Luxussanierungen und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen künftig so gut wie ausgeschlossen. Ziel ist es, die soziale Mischung der Bevölkerung zu erhalten, ärmere Mieter vor Verdrängung zu schützen.

Zugleich plant die BVV schon die nächsten Schritte: Das Quartier Schillerpromenade soll Ende des Jahres ebenfalls als Milieuschutzgebiet ausgewiesen werden, die nötigen Voruntersuchungen dafür laufen. Außerdem hat die BVV beschlossen, dass in den nächsten zwei Jahren fünf weitere Gebiete untersucht werden. Wird hier ebenfalls ein „Aufwertungsdruck“ und eine Verdrängungsgefahr für Altmieter festgestellt, sollen weitere Verordnungen beschlossen werden. Dann wäre ganz Nord-Neukölln ein einziges Milieuschutzgebiet, sagt Baustadtrat Thomas Blesing (SPD).

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