Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg - Obwohl die Bundeswehr Anfang November in der Stärke einer Skatrunde in Kreuzberg eingerückt ist, liegt der Militarisierungsgrad des Bezirks auf niedrigem Niveau. Auf der Admiralbrücke befinden sich keine Kontrollpunkte, es riecht ortsüblich. Ich habe das überprüft. Soweit man hört, leisten die Soldatinnen und Soldaten im Corona-Hochrisikogebiet mobile Abstrichdienste.

Die Gefahr des Militarismus geht also nicht von den quicklebendigen Bürgerinnen und Bürgern in Uniform aus, sondern von Straßennamen. Im März 2019 hatten die Grünen einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung zur „Entmilitarisierung des öffentlichen Raums“ eingebracht, um einen Diskussionsprozess anzustoßen über die Yorcks und Gneisenaus und wie die Generale der Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft sonst noch hießen.

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