Die Christoph-Földerich-Grundschule in Berlin Spandau.
Foto: Berliner Zeitung/Carsten Koall

Berlin - Die Lage an der Christoph-Földerich-Grundschule hat sich zugespitzt: Laut Elternbriefen der Schulleitung, die der Berliner Zeitung vorliegen, sind an der Schule inzwischen mindestens elf Schülerinnen und Schüler in mindestens sieben Klassen oder Lerngruppen mit dem Coronavirus infiziert – wie vor zwei Wochen berichtet waren es zu Beginn des Ausbruchs noch fünf gewesen, in fünf verschiedenen Klassen. Auffällig ist, dass sich nun in einer ersten Klasse die Infektionsfälle zu häufen scheinen: In einem entsprechenden Schreiben an die Eltern der Klasse, das auf den 21. Juni datiert ist, ist von „drei weiteren Kindern“ die Rede. Das lässt vermuten, dass in einer Lerngruppe vier oder noch mehr Kinder infiziert sind. Sicher weiß das keiner – was die Gerüchteküche anfacht und unter den Eltern für Ängste sorgt.

In den Elternschreiben versicherte die Schulleitung zwar, das Spandauer Gesundheitsamt werde sich mit allen Kontaktpersonen in Verbindung setzen. Doch Betroffene berichten von tagelangen Wartezeiten, und die Salamitaktik, mit der sie von der Schule informiert werden, verunsichert viele. Marcel Dern, Mitglied der Gesamtelternvertretung und einer von mehreren Elternteilen, die sich an die Berliner Zeitung gewandt hatten, sagt: „Bis heute wurde uns zum Beispiel nicht mitgeteilt, ob Kinder, die positiv getestet wurden, den Hort besucht haben.“ Eine Mutter berichtet, sie habe sich erst auf eigene Initiative vom Gesundheitsamt bestätigen lassen müssen, dass nun mehrere Kinder in einer Klasse infiziert seien, bevor die Schule das ebenfalls zugegeben habe. Erst dann sei am vergangenen Montag auch ein entsprechender Brief verschickt worden – unter den Eltern kursierte die Nachricht zu dem Zeitpunkt schon mehrere Tage.

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