Berlin - Verkehrs-Staatssekretär Ingmar Streese formulierte es in Denglisch, einem Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch. „Tram goes West“, sagte der Grünen-Politiker. Soll heißen: Das Berliner Straßenbahnnetz wächst weiter in den Westen der Stadt. Am Mittwoch wurde der Baubeginn für die neue Trasse nach Moabit gefeiert. Knapp sechs Jahrzehnte, nachdem über die Straße Alt-Moabit zum letzten Mal eine Straßenbahn gerollt ist, soll dieses Verkehrsmittel dorthin zurückkehren. Doch wer sich jetzt fragt, warum entlang der geplanten Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem U-Bahnhof Turmstraße noch keine Baustelle zu sehen ist, sollte Geduld haben. Der Gleisbau für die Verlängerung der Linie M10 wird erst nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus beginnen.

Die Schreie waren unverkennbar: Bussarde! Die beiden Greifvögel kreisten gemächlich über dem Hof der U-Bahn-Fahrschule der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), auf dem der symbolische erste Spatenstich stattfand. Dann entdeckte Jens Wieseke vom Fahrgastverband IGEB ein Erdwespennest im Boden. Die Berliner Stadtnatur war jedenfalls anwesend, als Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Staatssekretär Ingmar Streese, BVG-Betriebsvorstand Rolf Erfurt, Stadträtin Sabine Weißler und Tassilo Grenz vom Bauunternehmen Strabag vor den Fotografen die Spaten schwangen. Menschliche Schaulustige gab es dagegen nicht, die Feier fand hinter einem Stahltor statt.

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