Berlin - Bei ihrer ersten Begegnung sprechen sie über den Holocaust: Kirsten und Eran, die Deutsche und der Israeli. „Ihr Deutschen habt uns nicht gerade nett behandelt im letzten Jahrhundert“, sagt Eran zu Kirsten. Beide studieren damals im Jahr 2000 an der Journalistenschule der Columbia University in New York. Zuerst will Kirsten „reflexhaft deutsch und entschuldigend“ reagieren. Dann bemerkt sie, dass Eran mit ihr flirtet. „Der Holocaust als Pick-Up-Line, das war mir bislang auch noch nicht passiert.“