Frank V.* hat eine Erklärung verfasst für das, was er getan hat. Sie ist ordentlich überschrieben mit: „Einlassung zur Sache in dem Verfahren 540 Ks 11/12“. Es ist ein Drama auf drei eng beschriebenen Seiten. Die Tragödie seiner Familie, die es nicht mehr gibt: die Ehefrau, die sich umgebracht hat, der einzige Sohn, der nicht mehr lebt, und er selbst, der vor Gericht steht. Frank V. kann die Zeilen, die er geschrieben hat, nicht verlesen, weil ihm die Stimme versagen würde. Er sitzt im Saal 704 des Berliner Kriminalgerichts wegen Totschlags auf der Anklagebank und weint, als seine Verteidigerin beginnt, den von ihm verfassten Text vorzutragen.

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