Berlin - Vision Zero – davon ist Berlin weit entfernt. Stattdessen ist die Zahl der Menschen, die bei Kollisionen im Straßenverkehr getötet wurden, im vergangenen Jahr um ein Viertel auf 50 gestiegen. Am Mittwoch trat die Prüforganisation Dekra mit Forderungen an die Öffentlichkeit, die dazu beitragen sollen, die Zahl der Unfälle zu senken. Zum einen bekräftigte sie ihren Wunsch nach einem Mobilitätscheck für Senioren. Wer älter als 75 Jahre ist, müsse künftig regelmäßig Fahrten unter Aufsicht absolvieren, damit die Fahrtüchtigkeit überprüft werden kann. Zum anderen verlangt die Dekra, dass alle Lastwagen auf Berliner Straßen künftig Fahrerassistenzsysteme haben, die Alarm schlagen, wenn ein Fußgänger oder Radfahrer zu nahe kommt. Lkw ohne diese Technik sollten nicht mehr in Berlin unterwegs sein.

Mobilität im Alter ist das Thema des elften Verkehrssicherheitsreports der Dekra, den der Berliner Niederlassungsleiter Volker Postel am Mittwoch vorstellte. Natürlich gebe es Menschen, die auch mit 75 noch „fit wie ein Turnschuh“ sind. Doch die Unfallzahlen der Polizei zeigen, dass Seniorinnen und Senioren generell ein erhöhtes Risiko tragen. Von den 50 Menschen, die im vergangenen Jahr im Berliner Straßenverkehr tödlich verletzt wurden, waren 19 älter als 65 Jahre. „Mit 38 Prozent ist die Quote doppelt so hoch wie der Anteil dieser Altersgruppe an der Berliner Bevölkerung“, sagte Postel.

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