Berlin - Nach der Eröffnung des modernisierten Olympiastadions vor acht Jahren sollen nun auch die Sportanlagen um die Arena erneuert werden. In den nächsten Jahren will die Sportverwaltung insgesamt 80 Millionen Euro in die Bauwerke des Olympiaparks investieren, sagte der Leiter des Parks, Matthias Lück.

Nach dem Abzug der britischen Armee, die bis 1994 ihr Berliner Hauptquartier auf dem Olympia-Areal unterhielt, sind viele Gebäude nicht mehr instand gesetzt worden. Die ersten Arbeiten an einer ehemaligen Sporthalle, in der die Briten Autos reparierten, haben bereits begonnen. Bis zum Jahr 2014 soll sie wieder zu einer Turnhalle umgebaut werden. Ziel ist, dass die Halle ab 2015 für die Poelchau-Schule zur Verfügung steht, die vom Halemweg in den Olympiapark umzieht. Sie ist Eliteschule des Sports, junge Spieler von Hertha BSC lernen dort. Rund fünf Millionen Euro kostet die Modernisierung der Halle.

Finanzierung den Haushalt 2014/15

Das nächste große Projekt ist die Sanierung des maroden Schwimmstadions, sagt Lück. Dafür wird mit Ausgaben in Höhe von 17,5 Millionen Euro gerechnet. Die Bauarbeiten sollen 2014 beginnen. Ziel ist, das Olympiabad bis 2016 fertigzustellen, so Lück. Die Mittel sollen im Haushalt 2014/15 bereitgestellt werden. In dem nächsten Doppelhaushalt sollen auch Gelder für neue Ausstellungsräume in den Maifeldtribünen eingeplant werden. Dort soll das Sportmuseum mit einer Dauerausstellung einziehen. Rund acht Millionen Euro sind für das Museum vorgesehen, inklusive von Bundes- und EU-Mitteln.

In den Jahren danach sind weitere Projekte geplant. Das Reiterstadion soll für rund 13,5 Millionen Euro modernisiert werden und ein neues Funktionsgebäude mit Umkleidekabinen erhalten. Außerdem ist vorgesehen, den Friesenhof vor der Geschäftsstelle von Hertha BSC denkmalgerecht wiederherzustellen.

Kuppelsaal wird saniert

Ein Garagenbau am Friesenhof, der einst als Mensa diente, soll künftig wieder als Restaurant genutzt werden. Die während der militärischen Nutzung durch die Briten errichteten Panzergaragen und Hallen sollen abgerissen werden. Bevor dies geschieht, muss jedoch ein Betriebshof errichtet werden. Denn in den Garagen und Hallen sitzen derzeit mehrere Dutzend Mitarbeiter – vom Greenkeeper des Olympiastadions über Wachschützer bis hin zum technischen Personal. Kosten: fünf Millionen Euro.

Geplant ist überdies, den historischen Kuppelsaal zu sanieren, in dem während der olympischen Spiele 1936 die Finals der Fechtwettkämpfe ausgetragen wurden. Dort sind Sportveranstaltungen oder Konzerte denkbar. Die Kosten für eine Sanierung werden auf rund 11,5 Millionen Euro beziffert.