Berlin - Sie ist an diesem Dienstag mit einer einzigen Frage in das Landgericht Berlin gekommen. Eine Frage, die sie umtreibt, seit ihre Tochter ermordet worden ist. „Warum Keira?“, fragt Karin G. an diesem Dienstagmittag. Gerade ist der erste Verhandlungstag in diesem zweiten Verfahren, in dem es sich um den gewaltsamen Tod der 14-jährigen Keira G. vor mehr als drei Jahren dreht, zu Ende gegangen. Gerade hat sich Keiras Mutter die letzten Tränen aus den Augen gewischt.

Auf der Anklagebank sitzt Klara J.*, und der Prozess findet aufgrund ihres jugendlichen Alters unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Klara J. war 14 Jahre alt, als ihre gleichaltrige Mitschülerin umgebracht wurde. Getötet aus Mordlust von einem ein Jahr älteren Jungen, der dieselbe Schule besuchte wie sein Opfer und der der beste Freund von Klara J. gewesen sein soll. Die Jugendliche soll Keiras Mörder ein falsches Alibi gegeben haben. Die heute 17-Jährige muss sich deswegen wegen Beihilfe zum Totschlag verantworten. Weil die Staatsanwaltschaft keine Mordmerkmale erkannt hat, lautet der Tatvorwurf nicht auf Beihilfe zum Mord.

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