Im Mordfall Melanie Rehberger hat die Polizei inzwischen mehr als 210 Hinweise erhalten. Eine heiße Spur ist bisher aber noch nicht dabei. Die Ermittler seien aber guter Hoffnung, hieß es am Donnerstag im Landeskriminalamt.
Der Fall war am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ vorgestellt worden.

In den nächsten Tagen rechne man mit weiteren Hinweisen von Zeugen, die die Sendung gesehen haben, sagte ein Polizeisprecher. Gezeigt wurde unter anderem eine Mütze, die der Täter oder die Täterin am Tatort liegen ließ. Dabei handelt es sich um ein älteres Modell von H&M für Frauen. Seitlich waren ursprünglich Strasssteine angebracht. Mittlerweile schließen die Ermittler der Mordkommission auch nicht aus, dass die 30 Jahre alte Melanie Rehberger von einer Frau getötet worden ist.

Die Leiche der Frau aus Pankow war am 27. Mai an einer S-Bahn-Trasse in der Dolomitenstraße von einem Flaschensammler entdeckt worden. Die Polizei geht davon aus, dass die Social-Media-Beraterin am 25. Mai nach 16 Uhr getötet wurde. Zuvor hatte sie sich für eine Pause von der Arbeit auf den Bahndamm begeben. Dort habe sie sich vermutlich gesonnt oder gelesen, bis sie dem Täter oder der Täterin begegnete.

In der ZDF-Sendung wurde auch in einem weiteren ungeklärten Berliner Mordfall um Mithilfe gebeten. Der stammt aus dem Jahre 1992. Am 27. Oktober war die Wirtin Karin Rieck tot in ihrer Wohnung in der Berner Straße in Lichterfelde von ihrem Lebensgefährten entdeckt worden. Die Besitzerin der Bar Karins Atelier in der Katharinenstraße war mit einem Kopfschusses getötet worden. Die Tatwaffe war eine Walther P38 mit einem Kaliber neun Millimeter.

Dieselbe Pistole war ein Jahr zuvor bei zwei Überfällen auf einen Juwelier sowie ein Antiquitätengeschäft zum Zerschießen der Schaufenster benutzt worden. Die Täter wurden nicht gefasst. Die Mordermittler baten in der Fernsehsendung am Mittwoch die Räuber, sich zu melden. Sie betonten, dass sie sich wegen der Einbrüche keine Sorgen machen müssten. Diese seien verjährt, sodass sie nicht mit Konsequenzen rechnen müssten.