Berlin - Im Zusammenhang mit einem Vereinsverbotsverfahren des Landes Berlin, das den Verein "Fussilet 33 e.V." betrifft, durchsucht die Berliner Polizei in Amtshilfe für die Senatsverwaltung für Inneres und Sport seit 6 Uhr mehrere Objekte in der ganzen Stadt. Dem Verein wurde heute die offizielle Verbostverfügung überstellt. Damit haben die Behörden eine rechtliche Grundlage für die Groß-Razzia.

"Die Maßnahmen erstrecken sich auf insgesamt 24 Orte und umfassen mehrere Wohnungen, zwei Firmenanschriften sowie sechs Hafträume", sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt sind 460 Beamte im Einsatz und sichern Beweismittel. Ob es auch Festnahmen gab, ist derzeit noch unklar.

Die Fussilet-Moschee sowie der Verein "Fussilet 33 e.V." waren nach dem Anschlag vom Breitscheidplatz verstärkt ins Visier der Behörden geraten. Bei den Ermittlungen war bekannt geworden, dass Attentäter Anis Amri mehrfach Kontakt zu der Vereinigung hatte. Zudem sollen Moschee-Besucher radikalisiert worden sein und Vereinsmitglieder mehrere Personen und militärische Ausrüstung in Krisen- und Kriegsgebiete geschleust haben. (pde.)