Berlin - Nach zwei Jahrzehnten Dornröschenschlaf steht die Gaststätte am Müggelturm wieder für Ausflügler offen. Immobilienunternehmer Matthias Große erhielt die Schankerlaubnis für die „Baude“.

Obwohl die Eröffnung noch nicht offiziell war, stürmten mehr als 2500 Besucher am vergangenen Wochenende zum Müggelturm. Dort gibt es jetzt wieder Kaffee, Kuchen oder ein kühles Bier, wie Große mitteilte. 20 Jahre lang lag der Gastronomie-Betrieb lahm, der Streit um Investoren und Baugenehmigungen zog sich hin. „Es ist ein großer Erfolg, dass wir den ersten Schritt abgeschlossen haben“, sagte Große. Auch der für Bauen und Stadtentwicklung zuständige Bezirksstadtrat Rainer Hölmer (SPD) zeigte sich zufrieden.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist vor allem der Turm ein beliebtes Ausflugsziel, zu Hochzeiten kamen 240.000 Besucher im Jahr. Die Eröffnung der Gaststätte im Untergeschoss des denkmalgeschützten Ausflugsrestaurants soll der erste Schritt zur vollständigen Sanierung des Areals sein. Matthias Große wartet bereits seit 2015, seit er den Bauantrag einreichte, auf die Genehmigung. Der Freund von Eisschnelllauf-Legende Claudia Pechstein ist davon genervt. „Die politischen Entscheidungsträger unterstützen uns. Leider kann ich das von der Verwaltung nicht behaupten.“

Bis die Baugenehmigung vorliegt, müssen die Berliner mit der „Baude“ vorliebnehmen. Die ist künftig von Montag bis Sonntag ab 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Sie bietet im Inneren Platz für etwa 80 Besucher, weitere Sitzplätze finden sich auf den großzügigen Terrassen. Große: „Nach dem vergangenen Wochenende haben wir bereits mehr als 100 Anfragen für Hochzeits-, Geburtstags- und Firmenfeiern.“