Berlin - Kein Urlaub, keine Restaurant-Besuche. Stattdessen Ein-Gang-Menüs vom Lieferdienst, Homeoffice und Einkaufstouren im Internet. Corona hat einen neuen Lebensalltag geschaffen, der Lieferando im vergangenen Jahr einen Anstieg der Bestellungen in Deutschland um 34 Millionen auf über 112 Millionen bescherte. Zugleich vertilgte die Nation exakt 14.584 Tonnen Tiefkühlpizzen mehr als noch 2019 – alle schön bunt, gut und freilich mehrfach verpackt. Allein Zalando verbrauchte im ersten Corona-Jahr 9000 Tonnen Verpackungsmaterial mehr als im Jahr zuvor. Aber wo ist das ganze Zeug geblieben?

„Wenn sich mehr Menschen zu Hause aufhalten, entsteht dort grundsätzlich auch mehr Müll“, sagt Thomas Klöckner von der Berliner Stadtreinigung (BSR). Das klingt nach Müllberg und Abfallrekord. Tatsächlich waren die schwarzen Tonnen in dieser Stadt im vorigen Jahr voller als im Jahr vor der Pandemie. Um zwei Prozent sei die Hausmüllmenge gestiegen, sagt Klöckner. Zwei Prozent, die immerhin fast 16.000 Tonnen auf die Waage bringen und ein Plus von gut vier Kilogramm pro Berliner bedeuten. Aber sehr viel mehr ist das nicht. Blieb das Corona-Jahr also spurlos im Müll?

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