Berlin - Sie tragen Uniform oder normale Kleidung und sind auf den Straßen Wiens geachtet: Mit der Müllpolizei, auch Waste Watcher genannt, hat Österreichs Hauptstadt den Kampf gegen den Dreck gewonnen. Ein zurückgelassener Hundehaufen oder ein weggeworfener Zigarettenstummel kostet 50 Euro und mehr Strafe. Jetzt wird getestet, ob solche Waste Watcher auch in Berlin zum Einsatz kommen sollen.

In Wien sieht das zum Beispiel so aus: Ein Passant zieht vor einem Supermarkt an einer Zigarette und wirft sie lieber nicht weg – er hat Daniela Kerculj gesehen, die mit Notizblock, Fotoapparat freundlich lächelnd dasteht. Auf ihrer blauen Weste glänzt eine Marke, auf dem Rücken steht „Waste Watcher.“ Ihr Kollege Gerhard Vaczeck begleitet sie in Zivil. Höflich, aber bestimmt achten beide darauf, dass die Wiener nichts auf die Straße werfen und alles im Papierkorb landet. Sie ist seit dem Start 2008 dabei, es sei seitdem sauberer, findet sie. „Doch es gibt auch Personen, die vor Gewalt nicht zurückschrecken“, so Daniela Kerculj. „Du musst mit den Menschen auf Augenhöhe sprechen, wir sind keine Sheriffs“, ergänzt sie.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.