Bedrückend still wird es im großen Saal des Kriminalgerichts, als die Nebenklage-Anwältin Christina Clemm um das Wort bittet. Sie wolle eine Erklärung für ihre Mandantin verlesen, sagt die Anwältin an diesem bisher letzten Verhandlungstag. Weil die Mutter, die sie vertrete, nicht die Kraft finde, am Prozess teilzunehmen. Sie müsste dann dem Mann gegenübersitzen, der ihre einst glückliche Familie zerstört haben soll. Clemm sagt, die Erklärung zeige, welches Leid der Angeklagte angerichtet habe. Die zu Papier gebrachten Gedanken seien ein Versuch, die Gefühle ihrer Mandantin zu beschreiben, einer Frau, die mit ansehen musste, wie in derselben Sekunde ihr kleiner Sohn Momme und ihre Mutter starben.

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