Aktivisten hatten am Freitag einen Schaufelradbagger besetzt.
Foto: imago/LausitzNews.de/Toni Lehder

JänschwaldeNach der Baggerbesetzung im Tagebau Jänschwalde durch Aktivisten des Anti-Kohle-Bündnisses „Ende Gelände“ sollen zahlreiche Akteure am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Das teilte die Polizeidirektion Süd in Cottbus mit. Die Staatsanwaltschaft Cottbus habe gegen 13 der 15 Besetzer Haftanträge wegen Fluchtgefahr gestellt. Sie seien dringend verdächtig, sich des Hausfriedensbruchs strafbar gemacht zu haben, hieß es laut dpa.

Die Umweltaktivisten waren am Freitag in den Lausitzer Braunkohle-Tagebau Jänschwalde eingedrungen und hatten stundenlang einen Bagger besetzt. Sie forderten einen sofortigen Kohleausstieg. Nach elf Stunden beendeten die Besetzer die Aktion in etwa 40 Metern Höhe wegen Gewitterregens aus Sicherheitsgründen.

Die Kriminalisierung des Kampfes um Klimagerechtigkeit sei eine Absurdität, sagte eine Sprecherin des Bündnisses der Deutschen Presse-Agentur in einer ersten Reaktion. Das wahre Verbrechen sei die Zerstörung der Lebensgrundlage durch Politik und Wirtschaft. „Wir unterstützen unsere Aktivisten im weiteren rechtlichen Prozess.“