Nach dem Tod von David Bowie: Petition fordert David-Bowie-Straße in Berlin

Mehrere Menschen fordern nach dem Tod von David Bowie, eine Straße in Berlin nach dem Musiker zu benennen. Bowie hatte in den 70er Jahren in der Hauptstraße im Stadtteil Schöneberg gelebt. „Hauptstraßen gibt es viele in Berlin, aber noch keine David-Bowie-Straße“, heißt es in einer entsprechenden Online-Petition auf der Plattform change.org. Bis Dienstagnachmittag unterzeichneten mehr als 400 Menschen den Aufruf.

Der zuständige Bezirksstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Daniel Krüger, sagte, er könne verstehen, dass viele Menschen emotional reagierten. Grundsätzlich sei eine solche Namensgebung nicht auszuschließen. Es gebe aber in Berlin ein Straßengesetz, das sage: Eine Straße dürfe erst fünf Jahre nach dem Tod eines Menschen nach der Person benannt werden, erklärte der CDU-Politiker.

Ausnahmen seien möglich. Er wisse aber nicht, ob das in diesem Fall greife, sagte Krüger, der die Abteilung Bauwesen leitet. Denkbar sei auch, zum Beispiel mit einer Stele oder einer Gedenktafel an Bowies früherem Wohnort an ihn zu erinnern. „Da möchte ich aber der politischen Diskussion noch nicht vorgreifen.“ Das sei womöglich kommende Woche in der Bezirksverordnetenversammlung Thema.

Bowie hatte in Berlin unter anderem sein Album „Heroes“ aufgenommen. Er starb nun mit 69 Jahren an Krebs, wie am Montag bekannt geworden war. In Berlin erinnerten Menschen auch am Dienstag noch mit Blumen, Bildern und Kerzen vor seinem früherem Wohnort an den Künstler. (dpa)