Dass sich ein frustrierter 20-Jähriger an Politikern rächt, indem er ihre persönlichen Accounts hackt, ist eine zu erwartende Story unserer heutigen Zeit. Als dieser junge Mann in die Schule kam, entstand Youtube. Als er acht Jahre alt war, begann Wikileaks belastendes Material über die US-Regierung zu veröffentlichen. Für Menschen meines Alters war Wikileaks eine Revolution. Für heute 20-Jährige ist es eine gängige Form des Aktivismus.

In den meisten Krimis gibt es heute eine Hacker-Episode. In der Jugendliteratur tauchen Helden auf, die sich in technisch überalterte Regierungssysteme hacken. Dies wird mit Intelligenz und Cleverness gleichgesetzt und nicht mit einer kriminellen Handlung. Eine klare Unterscheidung zwischen Enthüllungen und Cyberattacken sollte natürlich gemacht werden. Ein solcher Unterschied ist allerdings für einen unreifen jungen Erwachsenen, der nicht über die Konsequenzen seines Handelns nachdenkt, nicht immer leicht zu erkennen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.