BerlinEs waren harte Worte, die der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) in seiner Regierungserklärung an die Adresse der Berliner Wirtschaft richtete. Nach seiner Auffassung müssten die Firmen der Hauptstadt in der derzeitigen Corona-Krise noch mehr Verantwortung zeigen als bisher und ihre Beschäftigten, überall da, wo es gehe, ins Homeoffice schicken, statt sie ins Büro zu bitten. Die Unternehmen dürften nicht weiter so tun, „als hätten wir kein Problem“. Firmen und Wirtschaftsverbände weisen diese Kritik zurück. „Überall, wo es möglich ist, würde man Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten lassen“, erklärten sie. Doch wie sieht das in der Praxis aus?

Seit Beginn der Pandemie im vergangenem Frühjahr gehört auch das Arbeiten von zu Hause mittlerweile zum Alltag vieler Arbeitnehmer in Deutschland. Nach dem ersten Lockdown kehrten bereits in den Sommermonaten so manche Beschäftigte wieder in ihre Firmen zurück. Doch gerade jetzt, wo die Infektionszahlen noch immer drastisch steigen, müssen im derzeitigen harten Lockdown auch die Firmen erneut Disziplin zeigen und ihre Mitarbeiter wieder ins Homeoffice schicken, um die Pandemie einzudämmen. „Das ist ein zwingendes Gebot“, sagt Achim Berg, Präsident des Digitalverbandes Bitkom.

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