POTSDAM - Nach vielerlei Protest empfängt Bildungsminister Günter Baaske (SPD) nun doch am Dienstag katholische Sternsinger in seinem Ministerium. Der Minister werde ihnen gegen 14 Uhr auch eine Spende übergeben, teilte Ministeriumssprecher Florian Engels mit. Die Jungen und Mädchen kommen von der Pfarrei Heilig Kreuz aus Frankfurt (Oder) und weilen ohnehin in der Landeshauptstadt Potsdam. Denn unmittelbar zuvor werden sie bereits im Potsdamer Landtag von Parlamentspräsidentin Britta Stark (SPD) empfangen.

Offenbar will Baaske mit dem kurzfristig festgelegten Termin der öffentlichen Empörung begegnen, die entstanden war, nachdem der Personalrat des Ministeriums im vergangenen Jahr einen Sternsinger-Besuch als religiöse Vereinnahmung kritisiert hatte.

Damals waren katholische Sternsinger auf Wunsch der damaligen Bildungsministerin Martina Münch (SPD) beim Neujahrsempfang des Ministeriums aufgetreten. Der Münch-kritische Personalrat hatte sich daraufhin beschwert, dass Teile einer dienstlichen Veranstaltung religiös geprägt gewesen seien. Von daher war es nicht verwunderlich, dass die Sternsinger nicht erneut um einen Termin nachgesucht hatten – auch wenn Baaske zuletzt betont hatte, dass ihm die Sternsinger willkommen seien. Nun kommen sie also und werden sogar das Dienstgebäude des Ministeriums segnen, wie Engels mitteilte.