Sarah Wiener schließt ihre Kaffeehäuser in Berlin, hier das Museumscafé im Hamburger Bahnhof.
Foto: imago images / impress picture

Berlin„Allein ins Bistro zu gehen“, schreibt der französische Ethnologe Marc Augé in seiner berückenden Liebeserklärung an das gleichnamige Pariser Etablissement, „war in meiner Jugend eines der ersten Zeichen von Unabhängigkeit, in denen sich das nahende Erwachsenenalter ankündigte.“ (Marc Augé: „Das Pariser Bistro“, Verlag Matthes & Seitz)

Der Eintritt in die Welt des Bistros hatte für den Autor, der sich später intensiv den sogenannten Nicht-Orten wie Einkaufspassagen, Flughäfen und Transiträumen aller Art widmete, etwas Verbotenes und zugleich Verlockendes – allein wohl schon deshalb, weil dort Alkohol ausgeschenkt wurde. Der Schritt über die Schwelle signalisierte die Eroberung eines halböffentlichen Raumes, der, wenn man öfter kam, bald zu etwas Vertrautem wurde.

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