BerlinIm Prozess um den Unfalltod der 21-jährigen Fabien Martini haben sich am Dienstag erhebliche Widersprüche aufgetan. Widersprüche, die die Frage aufwerfen, was wahr ist und was gelogen: die Aussage des Vorgesetzten des angeklagten Polizisten Peter G. oder die Angaben einer Zeugin vom Verkehrsunfallkommando.

Der 53-jährige Peter G. muss sich vor dem Amtsgericht Tiergarten wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Er soll Anfang 2018 mit seinem Funkwagen zu einem Einsatz unterwegs gewesen sein. Mit hohem Tempo krachte das mit Blaulicht fahrende Polizeiauto kurz hinter der Tunnelausfahrt an der Grunerstraße in Mitte in den Kleinwagen von Fabien Martini. Sie starb noch am Unfallort. Peter G. und sein Beifahrer kamen mit leichten Blessuren in ein Krankenhaus. Monate später wurde durch einen anonymen Hinweis bekannt, dass in der Klinik in einer Blutprobe von Peter G. Alkohol festgestellt worden sein soll. Eine Anklage wegen der Trunkenheitsfahrt ließ das Gericht jedoch nicht zu, weil die Krankenakte rechtswidrig beschlagnahmt worden war.

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