"Nachbarn kochen für Nachbarn": Und wo kaufst Du deinen Mangold?

Friedrichshain ist jetzt auf dem besten Wege, ein richtig kuscheliger Kiez mit lauter netten Nachbarn zu werden. Man kennt sich, man grüßt sich, man mag sich.

Vor zwei Wochen amüsierten sich etwa 1?500 Zuschauer auf den Straßen von Friedrichshain, als Nachbarn von ihren Balkonen Arien, Schlager und Kinderlieder sangen, aus Büchern vorlasen und kleine Stücke aufführten. Nun soll der „Nacht der singenden Balkone“ die nächste Aktion folgen. Diesmal heißt sie „Nachbarn kochen für Nachbarn.“ Das Kennenlernen wird vom Balkon in die Küche verlegt. Das ist sinnvoll im Winter.

Am Abend des 7. Dezember 2013, es ist ein Freitag, werden kontaktfreudige Friedrichshainer in kleinen Gruppen von Haus zu Haus gehen und in fremden Küchen bei fremden Leuten ein klassisches Drei-Gänge-Menu verspeisen. Um 19?Uhr beginnt das Running Dinner, die Idee ist nicht neu, mit einer Vorspeise, zwei Stunden später sitzen die Teilnehmer in der nächsten Küche beim Hauptgang, und um 23 Uhr endet die kulinarische Rundreise im Kiez bei der Nachspeise. Gekocht wird in Zweierteams, man wird sicher einiges vorbereiten müssen, denn nur für einen Gang steht man in der eigenen Küche. Die anderen Gerichte gibt es auswärts. Die Namen der Gastgeber erfahren die Besucher erst an der Haustür.

Man kann sich das gut vorstellen, wie sich die Gäste dann stundenlang über ihre Lieblingsgerichte austauschen, Rezepte und Restaurantadressen aufschreiben, vielleicht auch die eigene Telefonnummern. Und wo kaufst Du Deinen Mangold?

„Es geht um eine neue Form der Nachbarschaft“, sagt Volker Siems vom Internetportal Polly & Bob. Das Nachbarschaftsnetzwerk startet am 7. Dezember online und hat, um auf sich aufmerksam zu machen, die Nacht der singenden Balkone organisiert. Dabei sollt es nicht bleiben.

Nachbarn kochen für Nachbarn: 7. Dezember 2013 ab 19 Uhr, Anmeldung bis 5.?Dezember unter volker@pollyandbob.com