Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will mehr Nachtruhe durchsetzen am künftigen Hauptstadtflughafen BER, und er will, dass Berlin ihm dabei hilft. „Berlin und der Bund müssen ihre blockierende Haltung aufgeben“, sagte Woidke am Montag in der Berliner Zeitung. Er machte auch deutlich, dass das Thema große Bedeutung habe für die zukünftigen Beziehungen zwischen Brandenburg und Berlin. Doch bei der rot-schwarzen Koalition in der Hauptstadt findet er keine Unterstützung.

„Es ist verständlich, dass sich Herr Woidke kurz vor den Kommunalwahlen scharf äußert, aber wir haben eine klare Regelung in der Nachtflug-Frage, und bei der werden wir bleiben“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Oliver Friederici, der Berliner Zeitung. Im Planfeststellungsbeschluss für den Flughafen ist festgeschrieben, dass zwischen 0 und 5 Uhr keine Flugzeuge starten oder landen dürfen. Eine Brandenburger Volksinitiative fordert jedoch Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr. Der Landtag hat diese Forderung übernommen, das Land Berlin und der Bund lehnen sie aber vehement ab. Als Kompromiss hat Woidke vorgeschlagen, dass die Nachtruhe zumindest am Morgen bis 6 Uhr verlängert werden soll.

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