Berlin - Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler unterstützt das Volksbegehren für ein umfassenderes Nachtflugverbot in Berlin. „Fluglärm ist nach Einschätzung des Umweltbundesamtes das meist unterschätzte Umweltgift unserer Zeit“, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Aufruf, der von Geißler und Mitgliedern der Initiative für ein Nachtflugverbot unterzeichnet wurde.

Mit dem Volksbegehren wollen verschiedene Initiativen ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr durchsetzen. Bislang ist für den neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld nur in der Kernzeit von 0 bis 5 Uhr ein Verbot vorgesehen.

Für die zweite Stufe des Volksbegehrens in Berlin müssen bis Freitag (28. September) 173.000 gültige Unterschriften vorliegen. Den Initiatoren läuft die Zeit davon. Schätzungen zufolge seien Tage vor Fristende zwischen 130.000 und 140.000 Unterschriften zusammengekommen, sagte Klaus Niemann von der Friedrichshagener Bürgerinitiative am Mittwoch. „Es wird knapp, ist aber im Augenblick noch nicht gänzlich verloren“, sagte Niemann.

Allein in den vergangenen elf Tagen seien 49.500 Unterschriften abgegeben worden. Hinzu kämen mehrere Kilogramm Post, die noch sortiert werden müssten. „Außerdem wissen wir nicht, was die Bezirksämter an Stimmen bekommen haben.“ (dapd/dpa)