Das ist er, der erste fertig montierte Zug der neuen S-Bahn-Generation. Am Mittwoch wurden die vier Wagen mit den Nummern 484 001 A bis D bei Stadler Pankow vorgestellt. Die Farbgebung wird auf Traditionalisten gewöhnungsbedürftig wirken: mehr Ockergelb, weniger Rot und an den Türen Schwarz. „Uns ist es wichtig, dass die neuen Züge nicht so aussehen wie vor 80 Jahren“, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner.

Neu ist auch das Innenleben. Anders als bisher hat nicht nur der Führerstand, sondern auch der Fahrgastraum eine Klimaanlage. Eine Videoüberwachung nimmt alle Bereiche in den Blick. Die Fenster sind größer als bisher. Das gilt auch für die Mehrzweckbereiche, von denen es gleich drei gibt – viel Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder. Dies und neue Sicherheitsnormen gingen allerdings zu Lasten der Sitzplatzzahl.

Für den Fall, dass Technik ausfällt, wurden zusätzliche Antriebe, Bremsen und andere Anlagen eingebaut. „Zuverlässigkeit ist das A und O“, sagt Buchner. 106 Züge, bestehend aus 382 Wagen, hat die Deutsche Bahn 2015 bei dem Konsortium Siemens/Stadler bestellt.

In Velten wird der erste Zug mit seinen 50 Computersystemen in Betrieb gesetzt. Es folgen ausgiebige Prüfungen im Siemens-Testcenter Wegberg-Wildenrath. Der Termin der Jungfernfahrt steht fest: Am 1. Januar 2021 geht es gegen 4 Uhr früh von Südkreuz nach Spindlersfeld.