Ehemals der Ort des großen Ausprobierens: die Oranienstraße in Kreuzberg.
Foto: Imago Images/A. Friedrichs

Berlin - Viele Jahre lang war ich ein Kreuzberger. Die ersten 30 Jahre meines Lebens habe ich dort verbracht. Zuerst als Kind in der Gitschiner Straße, erste Etage Vorderhaus, mein Kinderzimmerfenster schaute direkt auf die Hochbahn. Dann in der Spring-Neubausiedlung, die kaum jemand kennt, obwohl dort der – ich glaube sogar offizielle – Mittelpunkt Berlins liegt. Ruhige Wohnanlage, nicht so ghettomäßig wie das Märkische Viertel oder die Gropiusstadt, wir hatten auch nur ein einziges Hochhaus. Ab 1980 war ich dann fast ausschließlich im Kiez, also zwischen Moritzplatz und Schlesischem Tor, selten kam ich aus meiner Gegend heraus. Manchmal ging es nach Schöneberg, seltener nach Neukölln, aber so was wie Spandau oder Zehlendorf war fast schon Ausland. Innerhalb des Kiezes bin ich oft umgezogen, oft hatte ich auch gar keine Wohnung.

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