Berlin - Der Technologiekonzern Siemens sucht für den geplanten Zukunftscampus in Spandau einen Namen – und die Berliner können darüber in einer Online-Abstimmung entscheiden. Fünf Alternativen stehen dabei zur Wahl, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. „Berlinwerk Siemensstadt“, „Zukunftsfeld Siemensstadt“, „Siemensstadt²“, „Stadtfabrik Siemensstadt“ sowie der bisherige Arbeitstitel „Siemensstadt 2.0“. Sie alle beinhalten den Namen des Stadtteils, in dem das Projekt verwirklicht wird. Vom 20. Januar bis zum 15. Februar können die Berliner ihr Votum auf der Projektseite der Siemensstadt abgeben.

„Seit dem Hochbauwettbewerb hat unsere Siemensstadt ein neues Gesicht, jetzt fehlt nur noch der Name“, erklärte Stefan Kögl, der General Manager des Projekts. „Getreu unserem Motto ‚Offen für Neues‘ wollen wir auch dabei neue Wege beschreiten, denn der Name soll von unseren Nachbarinnen und Nachbarn, den Berlinerinnen und Berlinern und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam bestimmt werden.“ Das Ergebnis der Abstimmung soll am 4. März gemeinsam vom Siemens-Vorstand Cedrik Neike und einem Vertreter der Stadt Berlin bekannt gegeben werden.

Siemens will, wie berichtet, in den kommenden Jahren ein bisher geschlossenes, 70 Hektar großes Areal um seinen Berliner Stammsitz an der Nonnendammallee zu einem offenen, gemischt genutzten Stadtteil der Zukunft entwickeln. Neben einem Innovationscampus sind rund 2750 Wohnungen, eine Europa-Schule, zwei Kitas, ein Hotel sowie Flächen für Einzelhandel und Gastronomie geplant. Bis zu 600 Millionen Euro will Siemens investieren. Die ersten neuen Gebäude sollen nach einem Entwurf des Architekturbüros Robertneun gestaltet werden, das sich im Hochbauwettbewerb im November 2020 durchgesetzt hat.