Schwedt - Seltene Vogelarten wie Wachtelkönig und Seggenrohrsänger sollen im Nationalpark Unteres Odertal besser geschützt werden. Wenn die Vögel auf den Wiesen brüteten, dürfe dort nicht gemäht oder geweidet werden, sagte Parkleiter Dirk Treichel am Donnerstag. Es werde künftig festgelegt, wann Landwirte welche Flächen nutzen dürften.

«Die Vögel bevorzugen jedes Jahr andere Flächen», erklärte Treichel. Ornithologen erkundeten deshalb, wo sich die Vögel zum Brüten niedergelassen hätten. Danach würden Flächen für Landwirte ausgewiesen. «Es gibt keine starren Nutzungstermine», sagte Treichel. Die Flächen könnten jährlich variieren.

Der Nationalpark mit bis zu 160 000 Besuchern pro Jahr feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Geplant seien eine öffentliche Feier am 4. Juli sowie Exkursionen, sagte Treichel.

Nach den Querelen der ersten zehn Jahre werde seit 2014 der von 25 Partnern einstimmig angenommene Nationalparkplan umgesetzt, so Treichel weiter. (dpa/bb)