Berlin - In der Halle ist es hell, viel Tageslicht kommt herein. Die hohen Glasfronten zeichnen das Terminal 1 des BER aus. „Doch für alle Arten von Vögeln sind sie eine massive Gefahr“, sagt Tilmann Heuser, Berliner Landesgeschäftsführer des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Tiere können die transparenten Barrieren, deren Fläche sich allein am Hauptgebäude des neuen Flughafens auf rund 20.000 Quadratmeter Fläche summiert, oft nicht als Hindernis wahrnehmen – mit fatalen Folgen. Jetzt schlagen die Vogelschützer des Verbands gemeinsam mit ihren Mitstreitern vom Naturschutzbund Berlin Alarm. Ihre Forderung an die  Flughafengesellschaft FBB: „Maßnahmen gegen Vogelschlag am Glas des BER sind dringend erforderlich.“

Eine Aufnahme zeigt eine Singdrossel, die tot auf dem Rücken liegt. Auf einem anderen Bild ist ein Bereich vor dem Terminal 1 zu sehen, der mit Vogelkadavern übersät ist. Andere Fotos zeigen Anprallspuren, die belegen, dass Vögel mit Wucht gegen das Glas geprallt sind. Claudia Wegworth vom BUND, die sich seit mehr als zehn Jahren mit dem Problem des Vogelschlags an Glasfronten befasst, hat viele Aufnahmen dieser Art. „Uns erreichen seit einigen Wochen zahlreiche Berichte und Fotos von toten und verletzten Vögeln, die an Glasflächen des BER kollidiert und zu Tode gekommen sind“, heißt es in einem Schreiben der Vogelschützer. 

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