Von Freitag bis Montag findet bundesweit wieder die „Stunde der Wintervögel“ statt. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft mit seinen Landesverbänden Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Eine besondere Qualifikation außer dem Interesse an der Vogelwelt sei für die Teilnahme nicht nötig, teilte der Nabu in Berlin mit. Im Vorjahr beteiligten sich rund 93 000 Vogelfreunde an der Aktion.

Von einem ruhigen Platz aus werde von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig entdeckt wird. Die Beobachtungen können im Internet unter www.stundederwintervoegel.de gemeldet, per Telefon durchgegeben oder auf einer Zählkarte per Post an den Nabu geschickt werden.

Größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands

Um zu erfahren, wo welche Wintervögel vorkommen und wie häufig sie sind, benötigt der Nabu möglichst viele Daten. So lasse sich auch langfristig feststellen, wie sich Veränderungen, wie etwa der Klimawandel oder regional auftretende Krankheiten, auf die Vogelwelt auswirken, hieß es. Bei der vergangenen Zählung wurden mehr als 170 verschiedene Arten gemeldet. Der häufigste Wintervogel war die Kohlmeise.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist nach Nabu-Angaben die größte wissenschaftliche Mitmachaktion in Deutschland. Sie liefere sowohl bundesweit als auch regional ein genaues Bild von der Vogelwelt in Städten und Dörfern. Je mehr Menschen mitmachten, desto genauer seien die Ergebnisse, hieß es. Eine weitere Vogelzählung gibt es jeweils im Frühjahr mit der „Stunde der Gartenvögel“. (epd)

Kostenlose Rufnummer am 4. und 5. Januar zur telefonischen Durchgabe von Zähldaten von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115

Per Post bis zum 14. Januar absenden an: NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin.

Im Internet: www.nabu.de - www.stundederwintervoegel.de - Link zur Vogelzählung: http://u.epd.de/3bq