Hennigsdorf - An der Albert-Schweitzer-Oberschule in Hennigsdorf bei Berlin hat offenbar ein Neo-Nazi als Lehrer gearbeitet. Das geht aus einem Bericht der Märkischen Oderzeitung hervor. Demnach seien bei einem Quereinsteiger bereits im Sommer 2018 von Schülern bei einem Badeausflug mehrere Tattoos entdeckt worden, die klar der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind. 

Konkret soll es sich dabei um den in Deutschland verbotenen SS-Spruch "Meine Ehre heißt Treue", einen sogenannte Wolfsangel sowie eine "Schwarze Sonne", die aus drei übereinandergelegten Hakenkreuzen besteht. 

Versetzung ins Schulamt

Nachdem die Vorwürfe bekannt wurden, reagierte die Behördenleitung und versetzte den Mann ins Schulamt -   in den Bereich Migration. Dort, so die MOZ, weiter, habe der Mann ausgerechnet die Durchwahl - 88 erhalten. Die Zahl acht steht in Neonazikreisen für den achten Buchstaben im Alphabet, das H. In der Doppelung steht HH für Heil Hitler.

Das Staatlichen Schulamt teilte laut MOZ mit, dem betroffenen Mitarbeiter sei "seinerzeit das letzte freie Büro zugeteilt" worden, das bereits vorher die Durchwahl 88 gehabt habe. Das Schulamt habe die Telefonnummer ain der Zwischenzeit geändert. Mittlerweile arbeite der Mann zudem im Bereich "Konzeptionsentwicklung für Fachdidaktik/Fortbildung". 

Reporter soll sich fernhalten

Bei der Schule selber, die unter anderem den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" trägt, war man am Montag gegenüber dieser Zeitung nicht gesprächsbereit, der Reporter wurde aufgefordert, sich vom Schulgelände fernzuhalten.