Nazidemo in Berlin: NPD will durch Marienfelde marschieren

Berlin - Schon seit mehreren Wochen mobilisieren antifaschistische Gruppen zu einer Demonstration durch Neukölln. Unter dem Motto „Zeit zu handeln – kein Platz für Nazis“ wollen sie am Freitagabend durch den Süden des Bezirks ziehen, wo nach Ansicht der Veranstalter besonders viele Rechtsextremisten leben und agieren.

Vor allem in den vergangenen Monaten war es in der Gegend immer wieder zu Vorfällen gekommen. Fast täglich tauchen in Rudow Nazi-Schmierereien auf. Erst vor einigen Wochen durchsuchte die Polizei die Wohnungen von zwei Nazi-Funktionären, weil diese großflächige Parolen an Häuserwände gesprüht haben sollen.

Zu der Demonstration, die um 17.30 Uhr am Bahnhof Lipschitzallee beginnen soll, sind bei der Polizei 300 Teilnehmer angemeldet.

Der Aufzug der Linken soll über den Friedrich-Kayßler-Weg führen, über die Wutzkyallee, den Theodor-Looß-Weg, den Zwickauer Damm , die Neuköllner Straße, Alt-Rudow, Köpenicker Straße, Selgenauer Weg, Neuhofer Straße und über die Waltersdorfer Chaussee sowie die Rudower Spinne  führen und am U-Bahnhof Rudow enden.

Gewissermaßen als Gegendemonstration hat der NPD-Kreisverband Neukölln zur selben Zeit einen Aufzug mit zirka 100 Teilnehmern angemeldet. Das Motto lautet ebenfalls „Zeit zu handeln – kriminelle Ausländer raus“.   Ursprünglich hatte die NPD zum U-Bahnhof Blaschkoallee mobilisiert. Doch inzwischen hat sich der Abmarschort geändert:

Die Neonazis werden ihre Demo an der Marienfelder Allee, Ecke Nahmitzer Damm beginnen. Die Route verläuft dann über die Hildburghauser Straße, den Tirschenreuter Ring, wieder durch die Hildburghauser Straße, Waldsassener Straße, links in den Tirschenreuter Ring, dann die Ahrensdorfer Straße, den Luckeweg, über die Hildburghauser Straße und zurück zum Ausgangsort.