Szene aus „Dark“: Die Schauspieler Andreas Pietschmann und Louis Hofmann sitzen vor der Kirche auf dem Stahnsdorfer Friedhof.
Imago Images/Stefan Erhard/Netflix

StahnsdorfSeit wenigen Tagen können Fans die dritte Staffel der Zeitreisen-Serie „Dark“ auf Netflix sehen. In den meisten Folgen gibt es Szenen, die vor der Kirche des fiktiven Orts Winden und auf dem Friedhof der Stadt spielen. Die markante Holzkirche im norwegischen Baustil steht in Wahrheit ganz in der Nähe von Berlin - auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf. Auch andere wiederkehrende Schauplätze der Serie befinden sich in der Region.

Die 111 Jahre alte, denkmalgeschützte Kapelle ist das Herzstück des Friedhofs. In der Nähe befindet sich das Grab des „Nosferatu“-Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau. In der Serie „Dark“ hingegen sind die Kirche, der Vorplatz und die Wiese gegenüber Orte, an denen sich Schlüsselszenen der Handlung abspielen. Bereits in der ersten Staffel traf dort die Hauptfigur Jonas Kahnwald (Louis Hofmann) auf ihr älteres Ich (Andreas Pietschmann).

Die Dreharbeiten für die drei „Dark“-Staffeln fanden in den Jahren 2017 bis 2019 statt. Aber weil die Netflix-Serie zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert spielt, musste die Kirche immer wieder neu in Szene gesetzt werden. Mal stehen Oldtimer vor der Tür, dann wieder ist das Bauwerk in der fiktiven postapokalyptischen Zukunft eine Ruine - Spezialeffekte machten es möglich. Die Filmcrew errichtete auf der Wiese Grabsteine für verstorbene Serienfiguren.

„Dark“ ist die einzige Netflix-Reihe, die vollständig in Deutschland gedreht wurde. Die fiktive Schule von Winden ist die Reinfelder Schule in Westend. Der Stadtwald liegt zwischen Tremsdorf und Saarmund in Brandenburg. Die Rezeption des Waldhotels befindet sich im Schlosshotel Grunewald.

Auch an der Kaserne Krampnitz, am ehemaligen Chemiewerk Rüdersdorf und an der alten Bahnbrücke zwischen Wannsee und Stahnsdorf fanden Dreharbeiten statt. Die geheimnisvolle Höhle, in der die Zeitreisen vonstatten gehen, befindet sich hingegen bei Scharzfeld im Harz.

Regisseur Baran bo Odar und Autorin Jantje Friese erzählen in „Dark“ die Geschichte von vier Familien aus der Kleinstadt Winden über mehrere Generationen hinweg. Als zwei Kinder verschwinden, gerät das Leben der Familienmitglieder aus den Fugen. Mithilfe eines Portals, das Zeitreisen ermöglicht, versuchen die Hauptfiguren, ihr Schicksal wieder zu kitten. Doch alle Bemühungen führen nur zu immer neuen und immer komplexeren Verstrickungen.