Jeder Abschied tut ein bisschen weh. Und sei es der von einer der hässlichsten Häuserreihen der Stadt – der Passage an der Joachimsthaler Straße zwischen Hardenbergplatz und Kantstraße. Während drumherum die City-West mit dem Hotel Waldorf Astoria, dem Bikini-Haus und seit Donnerstag auch dem Amerika-Haus aufblüht, schien hier die Uhr stehen geblieben zu sein.

Schon immer hatte sich das Elend und die Kriminalität vom nahen Bahnhof Zoo aus bis in die Joachimsthaler Straße ausgebreitet und hielt gute Geschäfte fern. Zwischenzeitlich forderten Gewerbetreibende sogar eine Videoüberwachung. Dazu kam es nie. So hat sich unter unwirtlichen Bedingungen ein für Bahnhofsnähe typischer Branchenmix eingenistet und gehalten: ein Leihhaus, Imbissbuden und Schnellrestaurants, zwei Erotikkaufhäuser, Souvenir-Kramläden, Billigboutiquen, ein Automatenkasino, ein Donuts-Geschäft, ein Blumenladen.

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