Im Neubau des Berliner Stadtschlosses ist am Mittwoch ein Feuer ausgebrochen.
Foto: Webcam Humboldt Forum

BerlinAm Neubau des Berliner Stadtschlosses hat es am Mittwochvormittag gebrannt. Eine riesige schwarze Rauchwolke zog vom Humboldt-Forum aus über die Innenstadt.

In einem Durchgang vom Schlossplatz zum Schlüterhof des Neubaus waren nach Angaben der Feuerwehr zwei Bitumenkocher in Brand geraten. Auch daneben gelagertes Baumaterial hatte Feuer gefangen, und eine Gasflasche explodierte. Ein Bauarbeiter wurde leicht verletzt. Er wurde mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot von 80 Leuten an. „Doch nach zehn Minuten waren die Flammen gelöscht“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Durch das Feuer wurden Teile der Fassade stark verrußt. Nähere Angaben zum Ausmaß des Schadens gab es zunächst nicht. Der erste Teil des Humboldt-Forums soll eigentlich im September eröffnet werden. Geplant war die Eröffnung ursprünglich bereits im vergangenen Jahr.

Das 40 000 Quadratmeter umfassende Kultur- und Ausstellungszentrum bespielen die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit zwei ihrer Museen, das Land Berlin und die Humboldt-Universität. Gezeigt werden sollen Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins.

Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen zur Brandursache. Die Polizei geht derzeit von fahrlässiger Brandstiftung aus.

Hans-Dieter Hegner, Vorstand Bau der Stiftung Humboldt Forum, zeigte sich erleichtert, dass der Brand im Außenraum „einen nur geringen Personenschaden und im Gebäude nach derzeitigem Stand der Kenntnis keine Sachschäden zur Folge hat.“ Die Arbeiten für die Fertigstellung des Humboldt Forums könnten wie geplant fortgesetzt werden, so Hegner. Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters zeigte sich erleichtert. „Die Brandbilder über dem Schlossportal haben uns allen einen Schrecken eingejagt." Sie dankte der Feruerwehr.