Zukunftstechnologien haben eine große Bedeutung für Berliner Start-ups, die Unterstützung von Hochschulen erhalten haben.   
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BerlinStudenten haben nicht selten gute Ideen. Aber wie daraus ein Geschäftsmodell entwickeln? Am besten so, wie es Mark Zuckerberg im Silicon Valley mit Facebook gelungen ist. Hochschulen haben deshalb vor Jahren damit angefangen, sogenannte Inkubatoren zu starten. In Berlin zeigen sich erste positive Auswirkungen.

Ein neues Facebook ist hier bisher zwar nicht entstanden, aber eine Umfrage des Senats zeigt, dass Berliner Hochschul-Start-ups im vergangenen Jahr 62.600 Arbeitsplätze schufen und einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro erwirtschafteten. „Die Hochschulen nehmen eine bedeutende Rolle in der Start-up-Hauptstadt Berlin ein. Die Gründungsförderung an Hochschulen bringt innovative und nachhaltige Effekte für die Metropolregion Berlin“, sagte Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe. 

Die genauen Zahlen: 71 Prozent der an der Umfrage beteiligten Gründungen haben bereits die Gewinnzone erreicht. 80 Prozent der befragten Unternehmen gründeten in Berlin-Brandenburg. Erstmals konnte mit der Umfrage belegt werden, dass akademische Gründungen aus den Hochschulen wesentlich zur Erfüllung der nachhaltigen Ziele der Vereinten Nationen beitragen. So jedenfalls schätzen sie das selbst ein.

Was in der Befragung auch deutlich wurde: Künstliche Intelligenz spielt bei den jungen Gründern eine immer größere Rolle. 15 Prozent der beteiligten Unternehmen sind im Bereich KI angesiedelt. Die Anwendungsfelder liegen vor allem im Bereich Prozessmanagement, Gesundheit und Mobilität. 

95 Prozent der Befragten gaben an, dass die genutzten Förderprogramme „sehr bedeutend“ oder „bedeutsam“ für ihre Gründung waren. 87 Prozent bezeichneten die Möglichkeit der Nutzung von Räumlichkeiten, Laboren und Prototypenwerkstätten als  sehr hilfreich.

An der Gründungsbefragung beteiligten sich Anfang dieses Jahres zehn Hochschulen aus Berlin und Brandenburg. Mit der Online-Erhebung wurden insgesamt 5120 Unternehmen und Selbstständige erreicht, von denen 750 Unternehmen an der Umfrage teilnahmen.